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Felix Schreiner Landtag
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Kultusministerin vor Ort

01.10.2016

An der öffentlichen Diskussionsveranstaltung mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann nahmen 200 Interessierte teil. Lebhafte und sachliche Diskussion zur Bildungspolitik.

Bericht im Südkurier (Ursula Freudig, 30.09.2016)

An unseren Schulen läuft nicht alles zum Besten, eine unzureichende Lehrerversorgung steht dabei im Mittelpunkt. Ländlicher Raum und die Nähe zur Schweiz, die kürzere Einstellungswege hat und mehr bezahlt, sind zwei der bekannten Faktoren, die sich auf die Situation in der Region negativ auswirken. Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin der grün-schwarzen Landesregierung, stellte jetzt eine Erhöhung der Ausschreibungsquote für Lehrerstellen im ländlichen Raum in Aussicht. "Wir werden das prüfen", sagte sie am Donnerstag in der Justus von Liebig Schule.

Auf Einladung des CDU Kreisverbandes Waldshuts war sie nach Waldshut gekommen. Das Interesse an der Veranstaltung in der Liebig Schule war groß. An die 150 Schulleiter, Lehrer, Eltern und politische Vertreter waren gekommen, um ihre Ausführungen zu bildungspolitischen Themen zu hören und ihre Anliegen in der abschließenden Fragerunde anzubringen. Die Ministerin forderte bei allen Wünschen und Kritikpunkten einen realistischen Blick auf die Bildungspolitik, dies auch im Hinblick auf die Finanzen und generelle Veränderungen. Eine – wie ein Besucher vorschlug – Verpflichtung von jungen Lehren, nach dem Studium eine Zeit lang in eine bestimmte Gegend zu gehen, hält sie für nicht durchführbar.

Sie hob hervor, dass allgemein der Lehrerberuf an Attraktivität verloren hätte, es freie Stellen gäbe und nicht nur ländliche Regionen wie der Landkreis Waldshut, ein Bewerberproblem hätten. Besonders massiv würden in den Bereichen Physik und Sonderpädagogik Lehrer fehlen. Die auch bei uns viel diskutierte Inklusion wird nach ihrer Aussage nach dem eingeführten Konzept, sprich der Zusammenarbeit von Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und allgemeinen Schulen, fortgeführt. Angesprochen auf die unzureichende Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien, räumte sie einen allgemeinen Nachholbedarf an Baden-Württembergs Schulen ein und stellte ein Konzept in Aussicht.

Die Kultusministerin plädierte für die Konzentration auf das G 8, hob die Bedeutung von Haupt- und Werkrealschulen hervor und nannte den dualen Weg den richtigen Weg für viele Kinder, der dank großer Durchlässigkeit, alle Chancen offenlassen würde. "Abitur und Hochschulstudium sind in den Köpfen der Eltern oft der einzig glücksbringende Weg, dies ist keine gute Entwicklung", sagte sie. Allgemein konstatierte Susanne Eisenmann ein Qualitätsproblem an unseren Schulen. Der Status von Achtklässlern in den Bereichen Lesen, Rechnen, Schreiben und Fremdsprache entspräche im Schnitt nur einer 3,5. Qualitätsverlust sieht sie auch in den Grundschulen: "Der phonetische Ansatz schreiben nach hören ist nicht der richtige Weg."

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