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DVB-T-Abschaltung: Felix Schreiner erhält Antwort aus Stuttgart

13.12.2017

Peter Boudgoust antwortet, Gebot der Wirtschaftlichkeit veranlasse die öffentlich-rechtlichen Programmanbieter, Prioritäten zu setzen.

SWR-Intendant Peter Boudgoust hat in einem Schreiben an den Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner (CDU) um Verständnis für die DVB-T-Abschaltung am Hochrhein geworben. Felix Schreiner hatte sich unmittelbar nach Abschaltung des terrestrischen Rundfunk-Signals am Hochrhein an den Intendanten des Südwestrundfunks gewandt und die Wiederinbetriebnahme des Senders beziehungsweise die Prüfung von kostengünstigen Alternativen gefordert. „Inzwischen haben sich viele betroffene Zuschauer an mich gewandt. Denn einmal mehr schauen die Menschen im ländlichen Raum in die Röhre, weil die Kundendichte nicht so groß ist, wie in den Ballungsräumen“, betonte Felix Schreiner.

Laut SWR-Intendant Boudqoust sei von der Abschaltung des Senders für den Hochrhein lediglich eine kleinere vierstellige Zahl an TV-Haushalten betroffen, dem gegenüber koste die DVB-T-Verbreitung vom Sender Hochrhein eine höhere sechsstellige Summe pro Jahr, rechnet Boudgoust in seiner Antwort an den CDU-Abgeordneten vor. Die Übertragung jedoch für diesen sehr kleinen Personenkreis aufrechtzuerhalten, würde aus Sicht des SWR dem Gebot der Wirtschaftlichkeit widersprechen.

Boudgoust geht in seiner Antwort auch auf die Hintergründe der Neuordnung der Frequenzlandschaft in Deutschland und Europa ein. Letztlich habe auch die Entscheidung, den UHF-Bereich von 700 bis 800 MHz bis 2019 für den mobilen Breitbandausbau zur Verfügung zu stellen, den SWR zu diesem Schritt gezwungen. Die Umstellung des terrestrischen Fernsehstandards von DVB-T auf DVB-T2 HD ermögliche es den Rundfunkanstalten das Programm für ihre Zuschauerinnen und Zuschauer in höherer Qualität anzubieten. Der SWR-Intendant räumt allerdings ein, dass sich der Plattformbetreiber Freenet TV mit seinem Angebot bislang auf große Ballungsräume und sogenannte Mittelzentren beschränke. 

Die Zuschauerentwicklung in jenen Gebieten, in denen die privaten Programm-Veranstalter kein terrestrisches Angebot zur Verfügung stellen, liege bei terrestrischer Nutzung deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3,3 Prozent. ZDF und SWR hätten sich aufgrund dessen gemeinsam dazu entschieden, den Sender Hochrhein abzuschalten. 

Felix Schreiner hat sich zwischenzeitlich auch an den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, gewandt und um Unterstützung durch die Landesregierung gebeten. „Ich kann den Missmut bei den betroffenen Zuschauern am Hochrhein sehr gut verstehen. Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse bedeutet für mich, dass der ländliche Raum bei der infrastrukturellen Entwicklung nicht vernachlässigt wird“, so Felix Schreiner. Der CDU-Abgeordnete kündigte an, sich wegen der Umstellung auf DVB-T2 auch an den Plattformbetreiber Freenet TV zu wenden und sich bei diesem nach den Entscheidungskriterien für die DVB-T2-Versorgung zu erkundigen.

Bild: Christiane Lang
Bild: Christiane Lang

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