Pandemie stellt Caritaswerkstätten vor Probleme

28.05.2021

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner besuchte kürzlich die Caritaswerkstätten Hochrhein. Im Vordergrund stand ein Austausch des Abgeordneten mit dem Werkstattrat sowie der Werkstättenleitung in Gurtweil. Felix Schreiner sprach mit den anwesenden Personen über Themen der Zukunftssicherung im Rahmen der auszuzahlenden Entgelte sowie die Zukunftsperspektive von Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Als Mitglied im Aufsichtsrat der Caritas liege ihm der gute Austausch im Sinne des guten Miteinanders besonders am Herzen. In dieser Funktion folgte er vor wenigen Jahren Werner Dörflinger.

Hintergrund des Gesprächs stellen die Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie und damit einhergehende Betretungsverbote sowie Auftragsrückgänge dar, wodurch es Werkstätten für behinderte Menschen immer weniger gelingt, die notwendigen Erlöse zu erwirtschaften, um die Arbeitsentgelte (Werkstattlöhne) in der bisherigen Höhe auszuzahlen. Die gesetzlich vorgeschriebene Ertragsrücklage für Ertragsschwankungen musste 2020 eingesetzt werden. Einmalig stellte der Bund im vergangenen Jahr 58 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe zur Verfügung, um unter anderem die Entgelte zu subventionieren. Weiterhin steht seitens der Werkstätten die Forderung im Raum, dass der Bund auch 2021 Mittel zur Subventionierung bereitstellt. Felix Schreiner versicherte in der Gesprächsrunde, die Probleme in diesem Bereich zu kennen und sich im Rahmen seiner Abgeordnetentätigkeit für Besserungen starkzumachen. Er betonte, dass „gute Arbeit auch fair entlohnt“ werden müsse. Der Abgeordnete: „Was in den Werkstätten für behinderte Menschen der Caritas Tag für Tag geleistet wird, ist großartig. Diese Arbeit und die Verdienste der Menschen mit Behinderungen müssen weiterhin geschätzt und auch fair entlohnt werden. Unsere Gesellschaft tut gut daran, ein Auge hierauf zu haben. Gleiches gilt für uns Parlamentarier, können wir schließlich in diesem Bereich unseren Einfluss geltend machen und etwas Positives für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft leisten.“

Daher unterstützt der Abgeordnete die Position der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Im April hat diese in einem Entschließungsantrag die Bundesregierung aufgefordert, dass der Bund auch in diesem Jahr zugunsten der Integrationsämter auf einen Teil der Ausgleichsabgabe verzichtet, damit Rückgänge bei den Werkstattentgelten auch im Jahr 2021 angemessen kompensiert werden können. Die Werkstattentgelte können so kurzfristig gesichert werden.