Standortschließung von Novartis in Wehr ist herber Rückschlag für die gesamte Region!

06.05.2026

Kitilk an angekündigter Schließung von Novartis in Wehr. Über 200 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

„Die Hiobsbotschaft erreicht mich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem wir intensiv über die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland diskutieren. Die angekündigte Schließung des Novartis-Standorts in Wehr ist ein herber Rückschlag – nicht nur für die Stadt Wehr, sondern für die gesamte Wirtschaftsregion am Hochrhein“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner in einer ersten Reaktion auf die Nachricht aus der Firmenzentrale.

Nach aktuellen Planungen soll der Standort Wehr bis Ende 2028 geschlossen werden. Damit droht einem traditionsreichen Industriestandort endgültig das Aus. Bereits mit der Fusion der Pharmaunternehmen Ciba-Geigy und Sandoz zur Novartis AG im Jahr 1996 sowie der Verlagerung zentraler Unternehmensfunktionen wurde die Bedeutung des Standorts geschwächt – die nun angekündigte Entscheidung würde diese Entwicklung endgültig besiegeln.

„Novartis ist ein zentraler Baustein unserer heimischen Industrie und ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Der Verlust von über 200 Arbeitsplätzen würde die Menschen vor Ort hart treffen. Hinter jeder einzelnen Stelle stehen persönliche Lebensentwürfe, Familien und Zukunftsperspektiven“, betont Schreiner.

Der Bundestagsabgeordnete macht deutlich, dass er sich mit Nachdruck für den Erhalt des Standorts einsetzen will: „Ich möchte den Industriestandort Wehr nicht aufgeben. Es geht jetzt darum, alle Möglichkeiten auszuloten, um Arbeitsplätze zu sichern und Perspektiven zu schaffen.“ Dabei sieht Schreiner auch politische Handlungsspielräume: Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene könnten dazu beitragen, Investitionen anzustoßen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nachhaltig zu stärken.

Kritisch äußert sich Schreiner über die Art und Weise der Entscheidungsfindung: „Anstelle einer Schließung, die allein aus der Führungsetage heraus beschlossen wird, braucht es eine ernsthafte und ergebnisoffene Suche nach Lösungen – gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, die über großes Know-how und Engagement verfügen.“

Schreiner hat sich bereits schriftlich an die Geschäftsführung der Novartis Pharma GmbH in Nürnberg gewandt und fordert darin einen konstruktiven Dialog über Alternativen zur Schließung. Ziel müsse es sein, Perspektiven für den Standort Wehr zu entwickeln und die industrielle Wertschöpfung in der Region zu erhalten.

Die Region Hochrhein steht für Innovationskraft und industrielle Stärke. Diese Basis dürfen wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, so Schreiner abschließend.